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Wie meine Perlensuche in der Nische funktioniert.

Marco Brockhaus | Founder & CEO | BCM AG

Stellen Sie sich vor, Elon Musk würde eine Firma gründen. Und zwar nicht irgendwo, sondern genau in Ihrer Branche, die Sie bisher weltweit dominiert haben. Zunächst einmal: Gratulation. Dann müssen Sie in Ihrem Geschäft wohl viel richtig gemacht haben. Martin Herrenknecht geht das so. Er ist Weltmarktführer für riesige Tunnelvortriebsmaschinen, besitzt eine gewaltige Technologie-Kompetenz, die von Moskau bis Bangkok nachgefragt und gut bezahlt wird. Nun kommt Elon Musk mit seiner „The Boring Company“ und erkennt ebenfalls die gewaltigen Chancen im Tunnelbau-Geschäft. Ein größeres Kompliment kann es für den 78-jährigen Herrenknecht kaum geben: Elon Musk, einer der größten Disruptoren der Gegenwart, findet – nach Elektromobilität und Raumfahrt – ausgerechnet Tunnelbau als lukrative Nische attraktiv.

Der deutsche Mittelständler hat einen großen Wissensvorsprung aufgebaut. Über Jahrzehnte hat er sein Technologiefeld gesucht, gefunden und präzise aufgebohrt. Diese Konsequenz imponiert mir sehr. Ich bin überzeugt: Eine auf Innovation beruhende Nischenstrategie ist die spannendste Art, Werte zu schaffen. Warum? Ganz einfach: Ein Technologieführer zeichnet sich dadurch aus, dass er eine Sache fokussiert besser macht als der Rest der Welt. Und wer über die global führende Technologie verfügt, hat Preissetzungsmacht. Gepaart mit einem guten Management liefert das fast zwangsläufig eine hohe Marge. Fokussieren auf die klar umrissenen Stärken, dann aber Vollgas geben. Darum geht es.

Der deutsche Mittelstand ist voll von Technologieführern, die ihr Können und Portfolio im Stillen immer weiter verbessern. Schließlich stellen sie fest, dass sie selbst in China, Japan oder in den USA wettbewerbsfähig sind. Doch der Weg nach Übersee kann schwierig sein. Er erfordert viel Know-how und Kapital, das gerade junge Familienunternehmen nicht immer im erforderlichen Maße aufgebaut haben. Spannende Nischenplayer aus Deutschland mit globalem Potenzial – genau die wollen wir bei Brockhaus Capital Management (BCM) entdecken und langfristig fördern. Wir wollen ihnen dabei helfen, Internationalisierung zu meistern und zur vollen Blüte zu gelangen. „We elevate Champions“ – das ist unsere Mission. Aber wie finden wir solche Perlen des Mittelstands?

Wer bei Professor Hermann Simon auf der Hidden-Champions-Liste steht, ist längst entdeckt. Wir haben ein eigenes System entwickelt, um die tatsächlich noch weithin unbekannten Technologieführer aufzuspüren. Dabei wird die „händische“ Suche nach der nächsten Perle durch eine spezialisierte Software komplettiert, die uns beim Durchsuchen einer Vielzahl öffentlich verfügbarer Informationen unterstützt. Zunächst ermitteln wir wichtige Player in einem zuvor eng definierten Markt. In einem Software-Segment waren es beispielsweise jüngst 700 Firmen, auf die wir kamen. Mit ihren Zahlen füttern wir unsere Maschinen – dann wird gesiebt.

Doch bei allem Zahlenwerk: Am Ende entscheidet die Intuition. Ich bin seit über 20 Jahren mit Technologieführer-Investments unternehmerisch tätig. Daher weiß ich: Bauchgefühl ist entscheidend. Das methodische Handwerkszeug kann jeder Analyst und Berater erlernen. Mir geht es um den Blick in die Augen: Was ist das für ein Unternehmer und wie ist es um seine Führungsstärke bestellt? Wie gut ist die Organisation, wie gut das Management – und wie tritt das Unternehmen am Markt auf? Doch vor allem zählt für mich: Welche Vision, das Ganze nach vorne zu bringen, hat der- oder diejenige? Wird sie oder wird er eines Tages auch in der Lage sein, einem Elon Musk zu sagen: Mich kannst du nicht einholen.